Betriebs- und Reitordnung des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Kamen e.V. 


I. Allgemeines

1. Zu den Anlagen gehören: Die Stallungen, alle weiteren Räume, die offenen und gedeckten Reitbahnen, der Hindernispark sowie alle Nebenflächen einschl. der PKW-Einstellplätze.

2. Unbefugten ist das Betreten der Ställe, der Sattel- und Futterkammern und aller sonstigen Räume nicht gestattet

3. Anträge, Anfragen und Beschwerden sind schriftlich und nicht anonym an den Vorstand des Vereins –nicht an das Stallpersonal- zu richten.

4. Das Rauchen in den Stallungen und Futterräumen ist verboten.

5. Die am Aushang angegebenen Betriebsruhezeiten sind einzuhalten.

6. Hunde sind auf der Reitanlage an der Leine zu führen.

7. Die Reitlehrer und Übungsleiter leiten den Reitbetrieb und sind für alle Fachfragen des Reitbetriebes zuständig.

8. Das Erteilen von Reitunterricht in Gruppen (mehr als 2 Reiterinnen/Reiter) auf dem Vereinsgelände ist nur durch die vom Verein offiziell beschäftigten Reitlehrer und Übungsleiter in den dafür ausgewiesenen Reitstunden erlaubt. Das Erteilen von Gruppenunterricht durch andere private Reitlehrer und Übungsleiter ist untersagt. Das Erteilen von privatem Unterricht ist in den Reithallen nur erlaubt, wenn sich in den Hallen nicht mehr als drei andere Reiterinnen/Reiter befinden.

9. Das Stallpersonal darf nur im Rahmen der ihm vom Verein erteilten Anweisungen zu Aufgaben herangezogen werden.

10. Alle, nicht in den Vereinsstallungen untergebrachten Pferde können nur mit Genehmigung des Vereins gearbeitet werden. Hierfür wird je Pferd eine jährliche Gebühr –unabhängig von der Arbeitsdauer innerhalb des Jahres- erhoben. Die Anlage kann pro Pferd/Reiter dreimal probeweise genutzt werden, danach ist die jährliche Gebühr zu entrichten

11. Wer trotz Verwarnung gegen die Betriebsordnung verstößt, kann von der Benutzung der Anlagen ausgeschlossen werden.

12. Der Verein haftet nicht für Unfälle, Verluste und Schäden irgendwelcher Art, die insbesondere durch Lehr- oder Privatpferde, Diebstahl, Feuer oder andere Ereignisse gegenüber Personen, Pferden oder anvertrautem Gut (z.B. Sattelzeug, Anhänger ect.) verursacht werden oder sonst wie an privatem Eigentum der Besucher entstehen, soweit der Verein nicht gegen solche Schäden versichert ist oder soweit diese Schäden nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit seitens des Vereins, seiner gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen oder irgendwelcher sonstiger Hilfspersonen beruhen.

13. Pferde, die nicht in den Stallungen des Vereins eingestellt sind, sind in den dafür vorgesehenen Ständern in Halle II abzustellen. Hänger sowie Transporter sind an den vorgesehenen Stellen zu parken.

14. PKW ohne Anhänger sind auf den Parkflächen vor der Halle I (Straßenseite) abzustellen.


II. Pensionspferde

1. Der Verein vermietet Boxen für die Unterstellung von Pferden und Ponys einschl. Fütterung. Für die Einstellung von Pensionspferden ist ein besonderer Einstellungsvertrag abzuschließen. Diese Betriebsordnung ist in ihrer jeweils gültigen Fassung Bestandteil dieses Einstellungsvertrages.

2. Die Preise für die Unterstellung von Pensionspferden/ponys einschließlich ihrer Staffelung sowie die Anlagennutzung und der Aktivenbeitrag ergeben sich aus der Beitragsordnung.

3. Treten im Stall Seuchen oder ansteckende Krankheiten auf, so ist der Verein berechtigt, nach Anhörung von mindestens 2 Tierärzten alle zum Schutz der Pferde erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Widersetzen sich Pferdebesitzer diesen Anordnungen, so kann der Verein die sofortige Entfernung ihrer Pferde verlangen.

4. Für eingestellte Pensionspferde/ponys sind vom Halter angemessene Tierhalterhaftpflichtversicherungen abzuschließen und ein ausreichender Impfschutz nachzuweisen.

5. Die vorgesehenen Pferdeweiden können nach Vertragsabschluss mit dem Verein auf eigenes Risiko genutzt werden. Die Pflege haben die Nutzer durchzuführen.


III. Reitordnung

1. Die Reitanlagen stehen grundsätzlich gemäß Zeitplan (laut Aushang) zur Verfügung. Machen besondere Veranstaltungen, wie Turniere, Lehrgänge, Reparatur-oder Wartungsarbeiten usw. es erforderlich, die Reitanlagen für den allgemeinen Reitbetrieb zu sperren oder einzuschränken, so wird das durch Anschlag bekannt gegeben.

2. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren dürfen nicht ohne Aufsicht eines Erwachsenen reiten.

3. Einzelreiter können nicht zu Zeiten reiten, die Unterrichtsstunden vorbehalten sind. Während der Unterrichtsstunden ist den Anweisungen der Reitlehrer/Übungsleiter Folge zu leisten.

4. Longieren und laufen lassen der Pferde ist nur in Halle II zulässig, wenn der allgemeine Reitbetrieb nicht gestört wird. Bei mindestens 3 Reitern in der Bahn darf grundsätzlich nicht longiert werden. Dabei geht longieren vor laufen lassen.

5. Vor Betreten und Verlassen der Reitbahn hat der Reiter auf sich aufmerksam zu machen („Tür frei? – ist frei!“). Das Aufsitzen erfolgt nicht auf der Stallgasse.

6. Halten und Schritt auf dem Hufschlag sind untersagt, wenn mehr als ein Reiter die Bahn benutzt. Der Hufschlag ist stets für Trab- und Galoppreiten freizumachen; hierbei ist ein Zwischenraum von 2,50 m (drei Schritt) einzuhalten.

7. Wird die Bahn von mehreren Reitern benutzt, so ist aus Sicherheitsgründen ein Abstand von wenigstens einer Pferdelänge erforderlich. Beim Überholen wird auf der Innenseite vorbeigeritten. Nach Ermessen ordnet der älteste Reiter nach angemessenem Zeitraum an: „Bitte Handwechsel“. Dieser Anordnung ist sofort Folge zu leisten.

8. Reiten auf der entgegengesetzten Hand ist nur zulässig, wenn alle Reiter zustimmen. Hierbei ist stets rechts auszuweichen. Die ganze Bahn hat Vorrang vor Zirkel- und Wechsellinien. Springen ist nur nach Anordnung des anwesenden Reitlehrers oder im Einverständnis der weiteren anwesenden Reiter zulässig.

9. Die Benutzung der Hindernisse ist nur mit Einverständnis des Reitlehrers/Übungsleiters bzw. Vereins zulässig. Sie sind nach Nutzung an ihren Platz zurückzustellen. Für Schäden an den Hindernissen kommt der betreffende Reiter oder Pferdebesitzer selbst auf. Schäden sind sofort zu melden.

10. Beim Überwinden von Hindernissen ist das Tragen einer splittersicheren Sturzkappe Pflicht. Dies gilt nicht für Stangen, die auf dem Boden liegen.

11. Außer bei der Springarbeit sind alle Hindernisse außerhalb der Reitbahn aufzubewahren.

12. Die vorgenannten Bestimmungen gelten sinngemäß für die Außenanlagen.


IV. Reiten im Gelände

1. Bei Ausritten muss die Reitplakette sichtbar angebracht sein.

2. Bei Ausritten von Abteilungen ist der Reitlehrer/Übungsleiter oder sein Vertreter (z.B. Berittführer) für Gangart, Tempo, erforderliche Rasten und eine sachgemäße Behandlung der Pferde während des Rittes verantwortlich. Seinen Weisungen ist Folge zu leisten.

3. Zum Ausschlagen neigende Pferde sind zu kennzeichnen und am Schluss der Gruppe zu reiten.

4. Im übrigen gelten für den fairen Reiter im Gelände folgende Gebote:
Verschaffe dem Pferd täglich hinreichende Bewegung und gewöhne es vor dem ersten Ausritt an die Erscheinungen im Straßenverkehr.

5. Gewöhne Dein Pferd behutsam an den Straßenverkehr und das Gelände.

6. Verzichte nicht auf die Sturzkappe.

7. Kontrolliere den verkehrssicheren Zustand von Sattel und Zaumzeug.

8. Vereinbare die ersten Ausritte mit anderen Reitern; in der Gruppe ist der Ausritt sicherer.

9. Sorge für ausreichenden Versicherungsschutz für Dich und das Pferd.

10. Reite nur auf den nach geltendem Recht hierfür freigegebenen Wegen und Straßen, niemals querbeet, wenn dafür keine besondere Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.

11. Verzichte auf einen Ausritt oder nimm entsprechende Umwege in Kauf, wenn Wege durch anhaltende Regenfälle oder Frostaufbrüche weich geworden sind und nachhaltig Schäden entstehen können.

12. Melde unaufgefordert Schäden, die immer einmal entstehen können und regele entsprechenden Schadenersatz!

13. Sei freundlich zu allen, die Dir draußen begegnen. Verschaffe dem Reitsport Sympathien, keine Gegner.


Kamen, den 08.01.2008